Hochwasserschutz PFA7 / Kölner Altstadt



Der Planfeststellungsabschnitt 7 liegt in der linksrheinischen Kölner Altstadt. Er beginnt im Süden bei Strom-km 686,55 am Bayenturm und endet im Norden bei Strom-km 689,43 in Höhe der Bastei. Die Gesamtlänge dieses Planungsabschnittes beträgt ca. 3.000 m.

Im Planfeststellungsabschnitt 7 ist als Bemessungshochwasser der Rheinwasserstand von 11,30 m Kölner Pegel festgelegt.

Im mittleren Teil des Planfeststellungsanschnittes läuft die Hochwasserschutzlinie im Bereich des Rheingartens. Die Lage des konstruktiven Hochwasserschutzes resultiert vorwiegend aus der Lage des Rheinufertunnels, welcher aufgrund mangelnder Auftriebssicherheit ab einem Pegelstand von 10,70 KP überflutet werden muß, um nicht durch die Auftriebskräfte Schaden zu nehmen.






Die rote Linie markiert die zukünftige Lage der Hochwasserschutzwand.

Der Lageplan wurde zur Verfügung gestellt vom Büro Georg + Erika Penker Landschaftsarchitektur, Neuss. Vom Büro Penker stammt sowohl die aktuelle als auch die ursprüngliche Gestaltungsplanung des Rheingartens.



Auf der Luftbildaufnahme ist das Planungsgebiet im Überblick zu sehen; links die Hohenzollernbrücke; rechts die Deutzer Brücke; dazwischen die Kölner Altstadt.

Die rote Linie kennzeichnet die Lage der Hochwasserschutzwand, welche die Altstadt bis zu einem Wasserstand von 11.30 m KP schützen wird.


In dieser Simulation wird ein Hochwasserstand von 11.30 m KP bei aufgebauter Schutzwand dargestellt. Große Teile des Rheingartens sind überflutet;doch die Kölner Altstadt ist durch die Schutzmaßnahme nicht von Überflutung bedroht.


Ohne Schutzwand dehnt sich der Rhein bei einem Wasserstand von 11.30 m KP weit in die Altstadt aus (Simulation). Die obere rote Linie markiert die Lage der Schutzwand; die untere Linie die Überflutungslinie ohne Schutzwand.




Situation im Rheingarten im April 2005; zu sehen sind die teilweise bündig eingelassenen, teilweise als Sitzmöglichkeit ausgebildeten Mauerstreifen aus Basaltstelen, welche in Form eines Schiffsbugs die Bastion symbolisieren.


Die Lage der Mauerstreifen wird im Zuge der neuen Hochwasserschutzmaßnahme angepasst.

Zu sehen ist die neue Schutzmauer, die hier bündig eingelassen ist. Die Abdeckplatten aus Sandstein weisen eine Größe von 1 x 1 m auf; im Abstand von jeweils 2 m sind flächenbündig Ankerplatten aus Edelstahl für die Aufnahme der Stützen im Hochwasserfall eingelassen.




Blick von der Deutzer Brücke auf den südlichen Bereich der Kölner Altstadt (Rheingarten).


Simulation: Aufgebaute mobile Schutzwand, bestehend aus einem stationären Mauersockel mit Oberkante auf 9,40 m KP, mobilen Stützen im Achsraster 2 m und dazwischen eingebrachten Aluminiumbalken.


Simulation des Hochwasserstandes mit 11,30 m KP (Kölner Pegel). Der Normalwasserstand beträgt 3,48 m KP.

Weitere Informationen hierzu: www.hochwasserinfo-koeln.de




Situation im Bereich Frankenwerft im April 2005; der Außenbereich vor der Bebauung wird überwiegend durch die Gastronomie genutzt; es verbleibt ein schmaler Durchgang an der Grünanlage.


Die Schutzmauer, welche hier eine Höhe von 70 cm hat, stellt die neue Grenze zwischen dem in Granitpflaster ausgeführten Weg vor der Bebauung und dem Rheingarten dar.


In Hochwassersituationen wird zum Schutz der Kölner Altstadt eine mobile Schutzwand auf der stationären Schutzmauer errichtet. Diese Maßnahme bietet Schutz bis zu einem Rheinpegel von 11,30 m KP.




Der Schnitt im Bereich der Frankenwerft demonstriert die Lage der Schutzwand über dem Rheinufertunnel. Da der Tunnel im Hochwasserfall nicht geflutet wird, sorgt das Hochwasser für die nötige Last, um ein Aufschwimmen des Tunnels  zu verhindern.




Die Bildmontagen wurden im Auftrag der Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR erstellt.

Geobasisdadten / Luftbildaufnahmen:
(C) Landesvermessungsamt NRW, Bonn, 1385/2005




Bauherr 

Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR 

Unsere Leistung 

nach HOAI
Objektplanung §55, Phasen 2 - 6
Tragwerksplanung §64, Phasen 2 - 6
Bauüberwachung §57, Bauoberleitung 

Bearbeitungszeit 

2004 - 2008 

Mitarbeiter 

Projektleitung: Dipl.-Ing. K.W. Bergfeld
Mitarbeit: Dipl.-Ing. M. Beer 

 

 



Projektblatt (Download)

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Archivierte Meldungen / Presseschau



Probeaufbau Hochwasserschutz Köln

Köln, 11./12. September 2009 - Auf einem ca. drei Kilometer langen Abschnitt der nördlichen und südlichen linksrheinischen Altstadt wurde der Aufbau der mobilen Hochwasserschutzwände geprobt. Pirlet & Partner haben in diesem Bereiche die umfangreiche Leistungen der Objekt- und Tragwerksplanung, der Bauüberwachung und Bauoberleitung erbracht.

>>> Bericht in der Kölnischen Rundschau
>>> weitere Informationen zum Projekt



Foto: Pirlet & Partner


Hochwasserschutz Köln

Köln, 5. Dezember 2008 - Die Fertigstellung des baulichen Hochwasserschutzes für die Stadt Köln wurde heute auf Einladung des Bauherrn der Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR gefeiert. In fünf Jahren Bauzeit wurden auf über 65 km Länge stationäre und mobile Schutzbauwerke errichtet. Das Schutzziel, die Stadt vor einem 200-jährigen Hochwassers zu schützen, wurde umgesetzt. Pirlet & Partner haben im Planfeststellungsabschnitt (PFA) 5 - Rodenkirchen und 7- Altstadt linksrheinisch, alle Leistungsphasen der Objekt- und Tragwerksplanung bearbeitet. Im PFA 9 wurde die Tragwerksplanung erbracht. Dipl.-Ing. Alexander Pirlet hat die baustatische Prüfung aller weiteren PFA's bearbeitet. Die Prüfung des mobilen Systems wurde gemeinsam mit dem in Bürogemeinschaft verbundenen Prüfingenieur für Baustatik -Metallbau- Dipl.-Ing. Gerhard Rath durchgeführt.
>>> www.steb-koeln.de/baulicherhochwasserschutzzentral.html




Probeaufbau des Hochwasserschutzsteges in der Kölner Altstadt

Köln, 25. April 2007 - Heute fand im Rheingarten, vor der Kulisse der Kölner Altstadt, der Probeaufbau des Hochwasserschutzsteges statt. Im Hochwasserfall wird die, auf der stadtseitigen Tunnelröhre des Rheinufertunnels befindliche, mobile Hochwasserschutzwand ab einem Pegel von ca. 8,60 m KP sukzessive aufgebaut und der Rheingarten überflutet. Da die Rampen des Rheinufertunnel erst ab 10 m KP geflutet werden und somit der Tunnel gesperrt ist, muss der rheinseitige Notausstieg des Straßentunnels während des andauernden Betriebes weiterhin in Funktion sein. Die Nutzbarkeit dieses zentralen Verkehrsweges zum Zeitpunkt des Aufbaus des städtischen Hochwasserschutzes hat eine wesentliche Bedeutung.

Hierzu wird ein Fußgängersteg aufgebaut, welcher als Fluchtweg auf den trockenen Fischmarkt dient. Der mobile Steg wird in Einzelteile zerlegt mit den mobilen HWS Elementen im linksrheinischen Widerlager der Deutzer Brücke gelagert.

>>> Artikel in der Kölnischen Rundschau vom 25.04.2007 zu den Hochwasserschutzmassnahmen in Köln (PDF-Datei, 600 kB)
>>> Informationen zum Projekt für den Bereich Rheingarten
>>> Informationsbroschüre der Fa. IBS (Lieferant der mobilen Schutzwände)





Spatenstich für den Hochwasserschutz zwischen Deutzer Brücke und Kap am Südkai

Köln, 13. September 2006 - Für den Hochwasserschutz im südlichen Bereich des PFA7 (PFA = Planfeststellungsabschnitt), der die gesamte linksrheinische Kölner Altstadt umfasst, fand der erste Spatenstich in Form einer Bohrpfahlbohrung statt. Nach der Fertigstellung des Rheingartens laufen momentan noch die Arbeiten im nördlichen Bereich des PFA7 von der Hohenzollernbrücke bis zur Bastei, hier ist die Fertigstellung zum Jahresende vorgesehen. Mit dem Start der Arbeiten für den Bereich zwischen dem Hotel Maritim / Deutzer Brücke und dem Kap am Südkai ist nun auch der dritte Teilabschnitt in der Ausführung. Der Hochwasserschutz mit einem Schutzziel von 11.30 m Kölner  Pegel (zum Vergleich: momentan ist die Altstadt bis 10.0 m KP geschützt) wird in Form einer stationären spundwandgegründeten Stahlbetonwand mit Natursteinverkleidung errichtet. Im Wandkof sind Edelstahlankerplatten zur Befestigung von mobilen Schutzwänden eingelassen. Die Höhe der stationären Wand entspricht der Höhe der momentan vorhandenen Wand, somit bleiben die Sichtbeziehungen unverändert. Im Bereich von Durchgängen und Toren wird das Schutzziel rein mobil erreicht.  Die Ingenieure von Pirlet & Partner betreuen das Projekt in den Bereichen Objekt- und Tragwerksplanung, Bauüberwachung und Bauoberleitung. 

>>> Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger vom 13.09.2006
>>> Informationen zum Projekt für den Bereich Rheingarten
>>> Informationsbroschüre der Fa. IBS (Lieferant der mobilen Schutzwände)







Rheingarten wurde am 13.05.2006 wieder eröffnet

Köln, 13. Mai 2006 - Nach Fertigstellung der baulichen Hochwasserschutzmaßnahme zwischen Deutzer Brücke und Hohenzollernbrücke wurde am Samstag, den 13. Mai 2006 der Rheingarten im Bereich der Kölner Altstadt durch den neuen Vorstand der Stadtentwässerungsbetriebe, Herrn Otto Schaaf, wieder eröffnet. Der Rheingarten wurde im Bereich des Baufeldes der Hochwasserchutzmassnahme nach der Planung des Landschaftsarchitekten Penker wieder hergestellt, sowie teilweise überarbeitet und aufgefrischt. Die Objektplanung, Tragwerksplanung, Bauleitung und Bauoberleitung des baulichen Hochwasserschutzes wurde durch Pirlet & Partner erbracht. 

>>> Informationen zum Projekt
>>> Informationsbroschüre der Fa. IBS (Lieferant der mobilen Schutzwände)
>>> Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger vom 15.05.2006
>>> Artikel in der Kölnischen Rundschau vom 15.05.2006
>>> Artikel im EXPRESS vom 13.05.2006







Spatenstich für Hochwasserschutzmaßnahmen in der Kölner Altstadt

Köln, 11. Oktober 2005 - Die Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR (StEB)  haben mit dem Start der Baumaßnahmen für den Hochwasserschutz in der Kölner Altstadt begonnen. Die Grundsteinlegung fand am 11. Oktober 2005 am Fischmarkt in der Kölner Altstadt in Anwesenheit von Landesumweltminister Eckhard Uhlenberg, Bürgermeister Josef Müller, dem Andernacher Oberbügermeister Achim Hütten und dem Vorstand der StEB, Herrn Hubertus Oelmann statt. Direkt über dem Rheinufertunnel zwischen der Deutzer Brücke und dem Rheingarten werden die Bauarbeiten beginnen. Nach deren Fertigstellung wird die Altstadt künftig bis zu einem Kölner Pegel von 11,30 Metern vor den Fluten des Rheins geschützt sein.

>>> Informationen zum Projekt

>>> Informationen der Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR

 




Fotos: phase10 Architektur + Medien



Pirlet & Partner planen Hochwasserschutz für Kölner Altstadt

Köln, 4. April 2005 - Im Auftrag der Städtentwässerungsbetriebe Köln AöR erbringen Pirlet & Partner die Objekt- und Tragwerksplanung zu den Hochwasserschutzmaßnahmen im Bereich der Kölner Altstadt  

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