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Kulturzentrum am Neumarkt, Köln


zur Fotoauswahl, 2010




Am Neumarkt, im Herzen von Köln, entsteht ein Neubau, der Museum, Kunst und Bildung in einem Kulturzentrum vereint. Mit dem Rautenstrauch-Joest Museum, dem Museum Schnütgen, dem Junior Museum, der Volkshochschule und dem Museumsdienst Köln sind anspruchsvolle Nutzer vertreten.
Der kubische Komplex wird mit dreiseitig verglasten, eingeschnittenen vertikalen Lichtfugen in einzelne Baukörper gegliederte. Die Verbindung und vertikale Erschließung der Baukörper erfolgt in den Glasfugen über leichte, punktgestützte Stege und Treppenkonstruktionen aus Stahlbeton.

Die planerischen Aufgaben mussten nicht nur aus ingenieurtechnischer Sicht, sondern auch im Hinblick auf die hohen Anforderungen der Architektur gestaltgebend optimiert werden.
 
Um der Kunst einen variablen Rahmen zu ermöglichen, wurde eine Deckenkonstruktion entworfen, die stützenfreie Räume bis zu einer lichten Ausbaugröße von 16 x 87 Meter bei einer an beiden Auflagern punktgestützten Decke realisiert. In Erweiterung der tragenden Funktion wurde zur Klimatisierung eine Betonkernaktivierung, sowie Sprinklerleitungen und die elektrische Unterverteilung in die Decke integriert.

 

Gründung auf einer Tiefgarage
 
Die Gründung des Hauptbaus erfolgte auf der Bestandstiefgarage am Neumarkt. Um die Lasten des Museums von den in Nord-Süd Richtung verlaufenden Wandscheiben auf die in Ost-West Richtung stehenden Stützen der TG zu übertragen, ergab sich für das Depotgeschoss die Erfordernis ein Gitterrost aus lastumleitenden ca. 5,50 m hohen Wandscheiben unter Berücksichtigung der dort befindlichen Verteilungen der Haustechnik auszubilden.
Da die am Fuß 59-74 cm starken Wandscheiben (C50/60) im Bauzustand aufgrund der in Betrieb befindlichen TG nicht unterstützt werden konnten, musste die Betonage in 2 horizontalen Abschnitten erfolgen.
Auch für die weiteren Geschosse ergaben sich aus der Konstruktion aufwändige Bauzustände, um die Frischbetonlasten der Decken von 1,5 t/m² über mehrere Geschosse abzutragen. Die Bauabläufe wurden in enger Abstimmung mit der Baufirma von Pirlet & Partner erarbeitet.
Die Außenwände des Depot wurden als WU Bauwerk für die Beanspruchungs- und Nutzungsklasse 1/A bemessen.
 

 

 












Bild rechts: "Landeplatz für Investoren". Eine Kunstaktion des Kölner Loch e.V. vom September 2002



Bild rechts: Stahlbetondecke über den Ausstellungsräumen des Rautenstrauch-Joest-Museums, über 16,50 m frei tragend mit Lichtgräben und Betonkernaktivierung.



Bauherr 

Stadt Köln, vertreten durch Gebäudewirtschaft der Stadt Köln 

Architektur 

Schneider + Sendelbach, Braunschweig 

Kubatur / BGF 

162.400 m³ / 46.600 m² 

Bauzeit 

05/2006 - 07/2008 

Unsere Leistung 

Tragwerksplanung nach HOAI § 64, Phase 1-6 (ARGE), Phase 8 

Projektleiter 

Dipl.-Ing. Alexander Pirlet
Dipl.-Ing. Matthias Beer 

Animationen 

Schneider + Sendelbach 

Fotos 

Pirlet & Partner 

 

 



Projektblatt (Download)

   234 K


Archivierte Meldungen / Presseschau



Tiefgarage am Neumarkt

Köln, 25. Juli 2005 - In der Nacht vom 25. auf den 26. Juli finden die Betonierarbeiten für den 1. Bauabschnitt der Bodenplatte der Tiefgarage am Neumarkt statt. Die Teilbodenplatte auf der Gründungssohle von 12 m unter Terrain mit einer Grundfläche von ca. 51 auf 47 m und einer mittleren Dicke von 1,15 m hat ein Volumen von rund 2.700 m³ und einen Bewehrungsgehalt von 85 kg/m³. Mit der geplanten Betonierleistung von 160-200 m³ pro Stunde werden die Arbeiten ca. 18 Stunden andauern. Der Beton, der als 'weissen Wanne' (C35/45 WU) ausgeführten Flachgründung, wird in Spitzenzeiten von 50 kontinuierlich zwischen Betonwerk und Baustelle pendelnden Fahrzeugen geliefert.

>>> Zur Webcam des Bauherren rheinbau-entwicklung
>>> Zur Projektseite





Grundsteinlegung für das Kulturzentrum am Neumarkt

Köln, 14. Juni 2005 - Der Grundstein für das Kulturzentrum am Neumarkt wurde heute in Anwesenheit von Oberbürgermeister Schramma, Minister Vesper und Regierungspräsident Roters gelegt. Nun beginnt zunächst der Bau der Tiefgarage, bevor im Februar 2006 auch das eigentliche Kulturzentrum in die Bauphase eintritt. Die statische Bearbeitung erfolgt durch das Büro Pirlet & Partner.

Die Fertigstellung der Tiefgarage - mit einem Investitionsvolumen von ca. 7 Mio. Euro und mehr als 300 Stellplätzen - ist für 2006 vorgesehen; der Rohbau des Kulturzentrums wird voraussichtlich im Frühjahr 2008 fertiggestellt sein. Entworfen durch das Braunschweiger Architekturbüro Schneider + Sendelbach, wird das Kulturzentrum genutzt vom Rautenstrauch-Joest-Museum, dem Museum Schnütgen, der Josef-Haubrich-Kunsthalle, dem museumspädagogischen Dienst sowie der Volkshochschule. Die Kosten für den Neubau betragen ca. 61,3 Mio. Euro, welche durch die Stadt Köln finanziert und zu ca. 40% durch Landes- und Städtebaufördermittel bezuschusst werden.

>>> Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger vom 15.06.2005

>>> zur Projektseite






Projekte im unmittebaren Zusammenhang





Animation: Schneider + Sendelbach

Kammermusiksaal im Kulturzentrum am Neumarkt, Köln

Studie zum Kammermusiksaal eines Kulturzentrums in Köln
Architektur: Schneider + Sendelbach Architekten, Braunschweig
Leistung: Tragwerksplanung nach HOAI, Phase 1 - 3
Kubatur: 57.442 m³
Bearbeitung der Planung 10/2003-03/2004
>>> weitere Projektinformationen





Foto: Pirlet & Partner

Tiefgarage unter dem Kulturzentrum am Neumarkt, Köln

Neubau der Tiefgarage  unter dem Kulturzentrum am Neumarkt, Köln
Architektur: Wittkowski Architekten, Köln
Leistungen nach HOAI: §64, Phase 1-6
Kubatur: 34.000 m³, 345 Stellplätze auf 2 Ebenen
Bauzeit: 03/2005-03/2006>>>


zur Fotoauswahl, 2010


 
 

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