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Stadtbahn Bensberg-Mitte









Um die Stadtmitte von Bensberg besser an den ÖPNV anzubinden wurde die Stadtbahn Linie 1 bis zum Haltepunkt Bensberg-Mitte verlängert.

Die im devonischen Sand- und Tongestein bergmännisch aufgefahrene Tunnelstrecke hat eine Länge von 242 m. Sie beginnt 100 m hinter dem in offener Bauweise hergestellten Tunnel und reicht bis zum Beginn der Haltestelle. Die Überdeckung beträgt zwischen 2,5 und 4,5 m. Der Ausbruchquerschnitt beginnt bei 66 m², weitet sich langsam auf und erreicht am Übergang zur Haltestelle 130 m².

Der Vortrieb wurde nach dem Prinzip der Neuen Östereichischen Tunnelbauweise (NÖT) als einhüftiger Ulmenstollen ausgeführt. Der Sohlschluß erfolgte nach Abbau der Kalotte, Strosse und Sohle bereits 6 m hinter der Ortsbrust. Der Spritzbeton hat eine Stärke von 20-25 cm.
Etwa in der Mitte der bergmännisch zu erstellenden Tunnelstrecke mußte ein Geschäftsgebäude mit minimalem Abstand zur Tunneldecke von nur 1 m unterfahren werden. Zur Gebäudesicherung wurden zwei vorlaufend hergestellte Bohrschirme bestehend aus jeweils 29 Stahlrohren Æ 140/10, l=12,5 m oberhalb und seitlich des Tunnels als Sicherungsschirm in den Baugrund gebohrt.

Nach dem Injizieren und Verfüllen der Rohre erfolgte der Regelvortrieb im Schutz der darüberliegenden Rohre. Unverträgliche Setzungen der anstehenden Bebauung konnten somit erfolgreich vermieden werden
Die Innenschale des Tunnels wurde in klassischer Sohle- Gewölbebauweise mittels eines vollhydraulischen Schalwagens erstellt. Die letzen Blöcke wurden aufgrund ihres großen Ausbruchsquerschnitts in zwei Hälften mit einer Mittelwand errichtet.

Die Innenschale besteht aus WU Beton und ist im Fugenbereich mit Fugenbändern und Verpreßschläuchen abgedichtet. Zur Vermeidung von Zwangskräften liegt zwischen Spritzbeton und Betoninnenschale ein Trennvlies.

Bauherr 

KVB AG
Stadt Bergisch Gladbach
SRS mbH 

Tunnellänge 

242 m 

Bearbeitungszeit 

1998-1999 

Unsere Leistung 

Objektplanung nach HOAI §55, Leistungsphasen 6-7, §57 Bauüberwachung (Anteil ARGE Leistung) 

Projektleiter 

Dr.-Ing. Jörg Rößeler 

 

 

Projektblatt (Download)

   339 K