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Tiefgarage unter dem Kulturzentrum am Neumarkt, Köln





Foto: Pirlet + Partner

Durch Änderungen am Raumprogramm des in der Planung befindlichen Kulturzentrums am Neumarkt (KAN) wurde die Errichtung einer privat finanzierten Tiefgarage (TG) unter dem Kulturbau möglich. Da die Ingenieurgesellschaft Pirlet & Partner als einziger Fachplaner mit beiden Bauvorhaben beauftragt war, wurden neben der Lösung der technischen Aufgabenstellung auch erhebliche Koordinationsleistungen an den Schnittstellen zwischen den beiden Baukörpern und Planungsteams erbracht.

Bauhilfsmaßnahmen
Die Träger der bestehende Baugrube mussten für die Neuplanung der zweigeschossigen Tiefgarage mit Fußankern ertüchtigt und die Baugrube durch weitere Verbaulinien erweitert werden.

Lasten aus zwei Gebäuden
Die Gründung der Tiefgarage wurde, wie sämtliche vertikalen Bauteile, für die Lasten aus dem Museumsneubau und der Tiefgarage bemessen. Hierfür wurden in einer vorgezogenen Lastermittlung des im Entwurfsstadium befindlichen KAN die Vorgaben für die Ausführung der Baukonstruktion ermittelt.
Um die Lasten der in Nord-Süd Richtung verlaufenden Wandscheiben des Museums auf die in Ost-West Richtung stehenden Stützen der TG zu übertragen, wurde ein mit den Anforderungen der TG- Organisation konformes Stützenraster entworfen. Im Durchleitungsbereich der Aufstandsflächen konnte unter Ausnutzung der Betonfestigkeit eines C50/60 in den maßgebenden Punkten die Lastweiterleitung nur über Bewehrungsstäbe des Durchmessers 32-50 mm nachgewiesen werden.
Die Decke über dem 1. UG der TG wurde zusätzlich für die Frischbetonlasten des KAN bemessen, Hilfsabstützungen in der in Betrieb befindlichen TG wurden somit vermieden. Die Zugbänder der Wandscheiben des KAN wurden bereits im Zuge der Planung der TG dimensioniert und mit der Aufhängebewehrung in der Decke über dem 1. Untergeschoss eingebaut.

Schallentkopplung
Zur Gewährleistung der Schallentkopplung wurden die Treppenhäuser und Lüftungsschächte durch Bauteilfugen und die erdruckableitende Einfahrtsrampe punktgelagert über Sylomerlager von der Depotebene getrennt.


Die Anschlusspunkte für die Stützen im Bereich der Aufstandsflächen zu den Wandscheiben des Kulturzentrums wurden in C50/60 mit Bewehrung Durchmesser 32-50 mm ausgeführt



Der mit 5,50 m Erdreich belastete Tunnel der Einfahrtsrampe wurde als max. 80 cm starke Stahlbetondecke in WU-Bauweise ausgeführt.



Die Decke der Tiefgarage, 5,50 unter Gelände, als Gründungsebene des Kulturzentrums mit 3 Fluchttreppenhäusern, 2 Zuluftbauwerken und dem Haupttreppenhaus



Trotz der komplizierten Lastumleitung konnte ein Stützenraster realisiert werden, welches Komfortstellplätze und benutzerfreundlichen Fahrstraßen ermöglichte.



Die Baugrube der bis zu 14,00 m unter Gelände liegenden  Gründung wurde mit dreifach verankerten Trägern und an  der Rampe mit drei verankerten Verbaustaffeln ausgeführt.


Bauherr 

rheinbau entwicklung gmbh, Wuppertal 

Architektur 

Wittkowski Architekten, Köln 

Kubatur 

34.000 m³ 

Bauzeit 

03/2005 - 03/2006 

Unsere Leistung 

Tragwerksplanung nach HOAI § 64, Phase 1-6 

Projektleiter 

Dipl.-Ing. Alexander Pirlet
Dipl.-Ing. Matthias Beer 

Fotos 

Pirlet & Partner 

 

 



Projektblatt (Download)

   208 K


Archivierte Meldungen / Presseschau



Tiefgarage am Neumarkt

Köln, 25. Juli 2005 - In der Nacht vom 25. auf den 26. Juli finden die Betonierarbeiten für den 1. Bauabschnitt der Bodenplatte der Tiefgarage am Neumarkt statt. Die Teilbodenplatte auf der Gründungssohle von 12 m unter Terrain mit einer Grundfläche von ca. 51 auf 47 m und einer mittleren Dicke von 1,15 m hat ein Volumen von rund 2.700 m³ und einen Bewehrungsgehalt von 85 kg/m³. Mit der geplanten Betonierleistung von 160-200 m³ pro Stunde werden die Arbeiten ca. 18 Stunden andauern. Der Beton, der als 'weissen Wanne' (C35/45 WU) ausgeführten Flachgründung, wird in Spitzenzeiten von 50 kontinuierlich zwischen Betonwerk und Baustelle pendelnden Fahrzeugen geliefert.

>>> Zur Webcam des Bauherren rheinbau-entwicklung
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Grundsteinlegung für das Kulturzentrum am Neumarkt

Köln, 14. Juni 2005 - Der Grundstein für das Kulturzentrum am Neumarkt wurde heute in Anwesenheit von Oberbürgermeister Schramma, Minister Vesper und Regierungspräsident Roters gelegt. Nun beginnt zunächst der Bau der Tiefgarage, bevor im Februar 2006 auch das eigentliche Kulturzentrum in die Bauphase eintritt. Die statische Bearbeitung erfolgt durch das Büro Pirlet & Partner.

Die Fertigstellung der Tiefgarage - mit einem Investitionsvolumen von ca. 7 Mio. Euro und mehr als 300 Stellplätzen - ist für 2006 vorgesehen; der Rohbau des Kulturzentrums wird voraussichtlich im Frühjahr 2008 fertiggestellt sein. Entworfen durch das Braunschweiger Architekturbüro Schneider + Sendelbach, wird das Kulturzentrum genutzt vom Rautenstrauch-Joest-Museum, dem Museum Schnütgen, der Josef-Haubrich-Kunsthalle, dem museumspädagogischen Dienst sowie der Volkshochschule. Die Kosten für den Neubau betragen ca. 61,3 Mio. Euro, welche durch die Stadt Köln finanziert und zu ca. 40% durch Landes- und Städtebaufördermittel bezuschusst werden.

>>> Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger vom 15.06.2005

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Projekte im unmittebaren Zusammenhang





Animation: Schneider + Sendelbach

Kulturzentrum am Neumarkt, Köln

Neubau eines Kulturzentrums mit Rautenstrauch-Joest-Museum, Junior-Museum, Museumsdienst, Volkshochschule und Erweiterung des Museum Schnütgen am Neumarkt in Köln
Architektur: Schneider + Sendelbach Architekten, Braunschweig
Leistung: Tragwerksplanung nach HOAI Phase 1 - 6 (ARGE) Phase 8 (P&P)
Kubatur: 155.000 m³
Fertigstellung: Gebäude 2008, Eröffnung 2010
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Animation: Schneider + Sendelbach

Kammermusiksaal im Kulturzentrum am Neumarkt, Köln

Studie zum Kammermusiksaal eines Kulturzentrums in Köln
Architektur: Schneider + Sendelbach Architekten, Braunschweig
Leistung: Tragwerksplanung nach HOAI, Phase 1 - 3
Kubatur: 57.442 m³
Bearbeitung der Planung 10/2003-03/2004
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